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Das war das 1. SpaCamp in Bad Reichenhall – ein ausführlicher Nachbericht

Posted in Allgemein on Oktober 22nd, 2010 by Wolfgang Falkner – 55 Comments

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SpaCamp 2010 (www.spacamp.de) – Das erste BarCamp zum Thema „Wellness, Spa und Gesundheit“ fand vom 2.-3. Oktober 2010 im Traditionshotel Axelmannstein in Bad Reichenhall im Berchtesgadener Land mit rund 110 Teilnehmern statt. Die Ziele, vielfältige Zukunftsthemen aus Spa, Wellness und Gesundheit gemeinsam diskutieren, sich vernetzen und bestehendes kritisch hinterfragen. Nicht Lösungen vorgeben, sondern zum Nachdenken anregen. Daraus entstehen durch Kreativität Werte, die wir heute so notwendig brauchen um uns nachhaltig zu positionieren. Es freut mich sehr, dass diese Idee in Zusammenarbeit mit der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH auf einen sehr fruchtbaren Boden viel.

Auf unserer Facebook-Seite finden Sie eine Vielzahl an Fotos von der Veranstaltung!

Bewertung der Themenvorschläge

Bewertung der Themenvorschläge

Das Besondere am SpaCamp

Das SpaCamp ist, wie andere BarCamps auch, kein Kongress im klassischen Sinne. Hier wird die Idee der offenen Veranstaltung mit dem Thema Spa-, Wellness- und Gesundheit verbunden. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind aufgefordert, selbst Themen online vorzuschlagen und die eingereichten Themen direkt vor Beginn der Veranstaltung zu bewerten. Im Gegenzug zu anderen BarCamps wird mit Punkten auf einer für alle sichtbaren Pinnwand bewertet, um das Ergebnis besser nachvollziehen zu können. Die Punkteanzahl entscheidet, welche Session in welchem Raum, zu welcher Zeit stattfindet. Diese Vorgangsweise stellt sicher, dass erstens nicht nur klassische Themen auf den Tisch kommen, sondern auch sehr aktuelle Randthemen mit Innovationspotenzial, zweitens die Vorträge so wenig Eigenwerbung wie möglich enthalten und drittens auch junge, motivierte Experten eine Chance zur Präsentation von mutigen Ideen haben. All das Zusammen sichert die notwendige Vielfalt, die von den Teilnehmern sehr gut aufgenommen worden ist. Neben etablierten Spa-Beratern, Tourismus- und Social-Media-Experten und Hoteliers, hatten wir einen Philosophen, einen Klang-Experten, eine Psychologin, eine Diplomandin des MCI und einen Chemiker als Referenten. Mehr zu den Inhalten das SpaCamps finden Sie weiter unten.

Klarerweise haben neue Kommunikationsinstrumente wie das Internet, im speziellen Social Media bei dieser sehr offenen Veranstaltung eine große Bedeutung. Über die Website www.spacamp.de, konnten sich die Teilnehmer direkt anmelden und Themenvorschläge einreichen. Über die Facebook-Seite www.facebook.com/spacamp konnte während der Veranstaltung fleißig gepostet. Darüber hinaus stand ein eigener Hashtag #spa10 sowie eine Twitterwall zur Verfügung.

Festsaal Axelmannstein

Festsaal Axelmannstein

Die Sessions

Nachdem die Teilnehmer Ihre Bewertung am Samstag zu Beginn der Veranstaltung abgegeben hatten (ca. 30 trafen sich schon zum Austausch an der Bar am Freitag, Abend – Stichwort „BarCamp“), hatte jeder Teilnehmer nach eine kurzen Einführung die Gelegenheit, sich mit drei sogenannten Tags (Schlagworten) vorzustellen. Das lockert nicht nur auf, sondern fördert die Kommunikation untereinander. Dann ging es auch schon los mit den ersten beiden von insgesamt 19 Sessions – in 3 Raumen und zwei Tagen. Alle Unterlagen zu den sehr vielfältigen Sessions finden Sie hier.

Den Beginn machte Sylvia Glückert von WellConsult mit Ihrem Thema „Quo Vadis Spa“. Sie präsentierte Trends und deren Auswirkung auf die Spa-Industrie – ein gelungener Überblick für den Start. Parallel dazu stellte Maria-Christina Kerschbaumer, die Trägerin des Wissenschaftspreis 2009 der Wirtschaftskammer Tirol im Parksalon ein Kriterienmodell vor, welches eine transparente und nachvollziehbare Bewertung der Qualität eines Wellnesshotels an den Kontaktpunkten mit dem Wellnessgast ermöglicht.

In der nächsten Session, um 11.00 Uhr wurde von Uwe Brandweiner, dem Chemiker der Pure Green Brands GmbH die aktuelle Spa-Kosmetik einer sehr kritischen Prüfung unterzogen. Ist dort, wo Naturkosmetik draufsteht, auch tatsächlich Natur drinnen? Wie weit geht die Kosmetikindustrie, um den Absatz ihrer Produkte zu steigern? Florian Bauhuber von der Tourismuszukunft ging in seiner sehr kommunikativen Parallel-Session auf die Chancen und Risiken im Umgang mit Facebook für die Wellness-Branche ein.

Die Sessions

Die Sessions

Ab 12.00 standen wegen dem großen Andrang an Themenvorschlägen drei sehr interessante, wie unterschiedliche Themen am Programm. So sprach die ORF Radio Wien-Psychologin Dr. Julia Umek, darüber, dass Vitalität, Glück und Wohlbefinden im Kopf beginnt. Von der philosophischen Seite betrachtete der Philosoph David Lang vom ifz, dem internationales Forschungszentrum für soziale und ethische Fragen in Salzburg das Thema „Gesund Denken“. Ist Philosophie eine Ergänzung im Wellness Angebot? Der Philosoph im Wellness-Hotel eine anregende Massage für das Denken? Als Hobbymusiker freut es mich besonders, dass auch das Thema „Klang & Wellness“ behandelt wurde. Norbert Schafflinger von Vitadesign, entführte mit seiner bewusst analogen Präsentation aus Kassettenrekorder, Overheadprojektor und der eigenen Darbietung auf selbstgebauten Klanginstrumenten in die Welt der unterbewussten Entspannung. Klang bietet, belegt durch neueste Erkenntnisse der Hirnforschung, die Möglichkeit, eine Wandlung in unser Leben zu bringen – ein möglicher Ausweg aus einer hochtechnisierten Gerätemedizin und einer durch Stress belasteten Lebensweise.

Nach dem Mittagessen ging es auch schon wieder flott weiter. Raoul Kroehl von Spa eMotion ließ hinter die Kulissen von erfolgsorientiertem Yield-Management im Spa blicken. Nicht nur interessant für Fluggesellschaften. Parallel dazu stellte Roland Fricke, Blogger der ersten Stunde und Inhaber des Wellnessreise-Veranstalters beauty24.de, ein interessantes Konzept vor, Kunden zu motivieren, sich als authentische und damit glaubwürdige Wellness-BotschafterInnen zu versuchen.

Um 15.00 Uhr ließ schließlich der Praxisbericht des Gesundheitszentrums Lanserhof aufhorchen. Dr. Chrisoph Netzer und Katharina Ditz stellten den Wertewandel der Gesellschaft als Chance für Entwicklung und Wachstum am Beispiel des interdisziplinären Konzepts am Lanserhof vor – von der F.X. Mayr Kur zum Lans_Med_Concept. Ein gutes Beispiel dafür, dass es sich langfristig lohnt, einen mutigen, konsequenten und visionären Weg zu gehen. Besonders interessant: Es wird nicht nur die Erlebniswelt des Gastes, seine Bedürfnisse und Wünsche hinterfragt, sondern auch jene des Mitarbeiters. Erst wenn beide im Einklang sind, stellt sich das „Lanserhof-Feeling“ ein. Dass es sich lohnt, vermehrt auf die Bedürfnisse von Frauen in den Wechseljahren einzugehen, zeigte Sonja Schiff mit „Hot Flushes und Lebenslust“ – Angebotspakete für Frauen in den Wechseljahren.

Nach einer kurzen, gemeinsamen Entspannungs- und Bewegungseinlage mit Margot Zeitvogel, von der Sport & Gesundheitspraxis WET`n DRY ging es schließlich in die letzte Runde. Es freut mich sehr, dass die Teilnehmer meinen Themenvorschlag mit vielen Punkten bewerteten, obwohl ich eigentlich Mit-Organisator war. In „Marketing für Menschen – Wohlbefinden beginnt bei der Kommunikation“ habe ich (Wolfgang Falkner) versucht, die Bedürfnisse von Wellness-Gästen anhand von verschiedenen Modellen zu eruieren und davon Regeln für ein „Authentisches Marketing“ abzuleiten – mit ethischer, also auch wirtschaftlicher Bedeutung. Im Raum B stellt Ingrid Priebe ein alpines Gesundheitskonzept mit authentisch präventiven Behandlungs- und Lehrmethoden im Alpenraum vor – der treffende Name: „AlmYURVEDA“.

Das Salzmenü im Axelstüberl

Das Salzmenü im Axelstüberl

Ein Rahmen, der zum Austausch einlädt

Wie bei BarCamps üblich, wurde am Ende des ersten Tages noch eine Abschlussrunde eingeläutet, wo alle Teilnehmer die Möglichkeit hatte, wertvolles Feedback zu geben. Mit “Musik zum Atmen” führt ein kleines Ensemble der Bad Reichenhaller Philharmonie (Flöte, Geige, Cello, Klavier) schließlich über in das wohlverdiente, gemütliche Rahmenprogramm.

Das Highlight: das Salz-Menü im typisch bayerischen Ambiente im Axel-Stüberl, das sich die meisten Teilnehmer nicht entgehen lassen wollten. Der Koch Heiko Triller vom Axelmannstein setzte exklusive Köstlichkeiten, wie Tatar vom Rinderfilet, Kressesüppchen mit gebackener Weißwurst, Geschmorter Rinderbraten mit Lauchzwiebeln, Obozda und Bayrischer Hüttenkäse mit vier verschiedenen Salz-Kreationen gekonnt in Szene.

Diskussion im Workshopsaal

Diskussion im Workshopsaal

Sonntag – das SpaCamp geht weiter …

Am zweiten Tag des SpaCamps waren trotz des schönen Wetters immer noch viele Teilnehmer motiviert, Wissenswertes mit nach Hause zu nehmen und angeregt mitzudiskutieren. Und das Ausharren hat sich auch gelohnt. So zeigte Regina Stocker, die Direktorin des Hotels Erzherzog Johann in Bad Aussee, mit „Alpenluft trifft Rosenduft“, wie die Geschichte des Erzherzogs Johann von Österreich und seiner Anna mit viel Liebe zum Detail und Einfühlungsvermögen im gesamten Haus zum Leben erweckt worden ist. Vom Brauchtum, über die Themenbalkone bis zur eigenen Spa-Marke „Echt Johann“. Frau Stocker: „Sie ist das Versprechen an unsere Gäste, individuelles Service, Herzlichkeit & Kompetenz, Natürlichkeit & Echtheit in Materialien und im Umgang mit den Menschen vorzufinden“. Robert Ranzi von der Tiroler Zukunftsstiftung erläuterte anhand der eigenen Praxis, wie man es mit Hilfe des WellnessClusters geschafft hat, öffentliche und private Interessen zu bündeln, um gemeinsam stärker aufzutreten.

Günther Pöllabauer von der TAC Informationstechnologie GmbH präsentierte als nächstes, wie man mit Reservierungssysteme und neue Technologien den Umsatz steigern und die meist sehr komplexen Abläufe im Spa optimieren kann.  Parallel stellte Waldemar Steinmetz, von Wellmotion ein interessantes Konzept für temporäre Spa-Einheiten vor, um zusätzlichen Bedarf an Wellness-Flächen z.B. im Winter flexibel decken zu können.

Den Abschluss des SpaCamps bildete schließlich die Session von Stephan Koehl, dem Geschäftsführer der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH. Er schilderte sehr bildhaft, was eine Social Media Strategie am Fallbeispiel Spa-/Gesundheitstourismus alles leisten muss und gab wertvolle Einblicke in die tägliche Arbeit mit Blogs, Bewertungsplattformen, Facebook, Twitter und Co. Jan von Werthern, stellte parallel mit dem Salzheilstollen Berchtesgaden ein lokales Unikat vor. Um es mit den Worten des Geschäftsführers zu sagen: „Es ist wunderbar sich selbst wieder zu entdecken, in einer Zeit in der wir von Termin zu Termin hetzen, immer häufiger abhängig werden von dem, was andere nur sagen. Der Salzheilstollen hilft in diese Entspannung einzusteigen durch seinen Schutz vor Außenwelteinflüssen, 800 Meter tief im Berg, inmitten eines Salzstockes, der dort seit 250 Millionen Jahren ruht.“ – ein sehr schöner Gedanke am Ende eines ereignisreichen ersten SpaCamps im Jahr 2010 in Bad Reichenhall, voller Themenvielfalt, interessanten Menschen und vielen neuen Ideen, die nur darauf warten mutig in die Tat umgesetzt zu werden.

Networking beim SpaCamp

Networking beim SpaCamp

Ausblick: SpaCamp 2011

Wir freuen uns sehr und sind auch etwas stolz, dass eine so große Anzahl an qualifizierten und motivierten Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus ganz Österreich und Deutschland bei dieser ersten Veranstaltung dieser Art dabei mit dabei waren. Noch mehr freuen wir uns über das sehr positive Feedback auf breiter Basis und dem Wunsch, das SpaCamp auch im nächsten Jahr wieder besuchen zu wollen. Und noch mehr freuen wir uns über das sehr offene, konstruktive und herzliche Miteinander. All das bestärkt uns, schon jetzt an die 2. Auflage des Spa Camps im Jahr 2011 zu denken, um den erfolgreich eingeschlagenen Weg auch weiter zu gehen.

Zum Schluss möchte ich noch Danke sagen! Und zwar der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH, im speziellen Barbara Zwanzleitner und Stephan Koehl für das Vertrauen in die Idee und die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Natürlich auch allen anderen, die zum Gelingen beigetragen haben, wie Sponsoren, Vortragende. Ein besonderer Dank gilt meiner Frau Katia für die Unterstützung und die viele Geduld.

Bis zum Herbst im nächsten Jahr. Der Beginn der Anmeldungsmöglichkeit wird auf www.spacamp.de und auf www.facebook.com/spacamp gepostet.

Wolfgang Falkner

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Das Spa-Refugium des Krallerhofs in Leogang – ein Kunstwerk

Posted in Allgemein on November 2nd, 2009 by Wolfgang Falkner – Be the first to comment

Was als visionärer und mutiger Kontrast zu Wellnessanlagen im rustikalen Alpen-Stil begonnen hat, setzt heute nach 8 Jahren noch Trends in Sachen Spa-Architektur – ein Beleg dafür, dass es sich lohnt, zeitlose Beständigkeit durch eigene Werte zu schaffen. Dem 4-Sterne-Superior-Hotel „Der Krallerhof“ ist das mit seinem Refugium eindrucksvoll gelungen. In einem Gespräch mit dem Inhaber und Betreiber Herrn Altenberger und der Spa Leiterin Frau Altenberger gingen wir der Spa-Philosophie auf den Grund.

Architektur und Kunst

Goldsuite

Gold-Suite

Das Vorwort der Krallerhof-Broschüre, die übrigens beim Werbe-Grand-Prix 2008 ausgezeichnete wurde, bringt es auf den Punkt: „Wir alle brauchen einen Ort, an dem wir zur Ruhe kommen und unsere Phantasie schweifen lassen können, wo der Alltag von uns abfällt. Wir brauchen einen Zufluchtsort, einen Bereich zum Zurückziehen – eben ein Refugium.“

Blaue Grotte

Blaue Grotte

Das Architekten-Team von Atelier 3 und dem bildenden Künstler Ty Waltinger hat diesen Ort auf insgesamt 1.720 m² geschaffen. Das Credo des Künstlers war es, der Dualität zwischen Genuss und Atmosphäre Raum zu geben. Dies gelang mit raffinierten, reduzierten Formen, edlen Materialien, unzähligen Details und aufwändigen Wandmalereien, aus Naturfarben – d.h. ohne chemische Zusatzstoffe: Altes Indischgelb, Safran, französischer Ocker, Purpur, Drachenblut, Ultramarin, Indigo, echtes Sepia und altes Rebschwarz. So gleicht kein Raum dem anderen. Skulpturen, handgefertigte Möbeleinzelstücke und historische Türen aus der ganzen Welt sowie edle Materialen wie Glas, Holz und Stein ziehen das Auge des Betrachters auf sich.

Neben dem allgegenwärtigen schwarzen Schiefer, der als Führung und Orientierung durch das Spa dient, überraschen vor allem die herumstehenden Gesteinsbrocken. Diese schaffen eine Verbindung zur Außenwelt des Gebirgsmassivs und erinnern an die Ursprünglichkeit. Herr Altenberger betont, dass stets versucht wurde, Harmonien durch Gegensätze der Materialien und Farben zu schaffen. So wird Stein mit Holz ausgeglichen, dunkles Blau mit Gelb. Durch einen kleinen Innenhof dringt das Licht in die Anlage, dort steht ein Baum, der den Lauf der Jahreszeiten und damit auch des Lebens bewusst macht.

Spa-Ausstattung und -Angebot

Der großzügige Wellnessbereich bietet ein Hallenbad mit Klangdom, einen sehr großzügigen Whirlpool, fünf Dampfbäder und Saunen sowie drei Ruheräume und einen Fitnessbereich. In insgesamt 15 Beauty-Kabinen wird ein sehr umfangreiches Programm an Massagen, Therapien, Beauty-, Body- und Mind- sowie Partnerbehandlungen angeboten.

Ein Schwerpunkt ist zweifelsohne Ayurveda. Damit hat sich das Haus einen ausgezeichneten Namen gemacht. Auch heuer hat die Familie wie jedes Jahr, vom 25. Oktober bis 1. November 2009, zur Ayurveda-Woche eingeladen, wo ein erfahrender Ayurveda-Arzt aus Bangalore/Indien individuell zu Ernährungs- und Gesundheitsfragen berät und behandelt. Auf dem Programm stehen tägliches Yoga, Meditation, Anamnese mit Beratung, Massagen, Dhara sowie Vorträge.

Auch die Marke Ligne St. Barth wird bei den Gästen sehr gut angenommen. Die Spa Leiterin Frau Altenberger betont vor allem die ausgezeichnete Qualität des Naturprodukts aus der Karabik. In den Ölen kommen sehr hochwertige Inhaltsstoffe zum Einsatz, wie beispielsweise Aloe Vera, Avocado, Vetyver, Kokosnuss oder Papaya.

Purpur-Raum

Purpur-Suite

Weitere Marken  sind Dr. Spiller, Biosel, !QMS, Fuhlendorf und Kurland von Haslauer.

Fazit

Das Krallerhof-Refugium ist ein Hotel-Spa in dem man sehr schnell merkt, dass hier die Spa-Philosophie von den Inhabern authentisch gelebt wird. Scheinbar Widersprüchliches wird verbunden – Dualitäten werden geschaffen. Architektur und Funktionalität mit Kunst und Sinnlichkeit, Alpine Behandlungen mit Zeremonien aus Indien oder der Karibik, Altes mit Neuem, Orient mit Okzident, Tradition mit Innovation, Beständigkeit mit Vergänglichkeit. Man darf gespannt sein, mit welchen Ideen die Familie Altenberger in Zukunft seine Spa-Gäste überrascht. Vielen Dank für das sehr interessante Gespräch und alles Gute!

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Standpunkt: “Menschlichkeit in der Krise”

Posted in Allgemein on Juni 1st, 2009 by Wolfgang Falkner – 5 Comments

Wie eine neue (oder alte) Verantwortungskultur in der Wirtschaft aussehen könnte, dieser Frage ging der bekannte Theologe O. Univ.-Prof. DDr. Paul Michael Zulehner in seinem Vortrag im Rahmen von “Wirtschaft weiter denken” der Wirtschaftskammer Salzburg in der Fachhochschule Salzburg nach.

Äußerst interessant fand ich seine Theorie des “ethischen Kompromisses”. Wer unter Ihnen hat sich nicht schon des Öfteren der Entscheidung zwischen wirtschaftlicher Ökonomie und idealistischer sozialer Verantwortung stellen müssen. Hier steht der verantwortungsvolle Unternehmer zwischen Rentabilitäts-Druck (Gewinnstreben) und normativem Druck (Menschlichkeit). Beide Seiten sind laut Prof. Zulehner in der Extremform zum Scheitern verurteilt. Die einen scheitern menschlich, die anderen wirtschaftlich. Für eine gesunde Gesellschaft sind aber beider Seiten wichtig. Ohne Wirtschaft ist auch kein Wohlstand, wie wir ihn kennen, möglich.

Zulehner fordert nun zum “ethischen Kompromiss” auf. Dieser beinhaltet 3 Schritte:

  1. Die Erkenntnis, dass niemand, also auch ich selbst, eine “reine Weste” hat. Man muss sich im Leben immer entscheiden – auch auf die Gefahr hin, jemanden menschlich zu verletzen.
  2. Hier fordert Zulehner nun die normative Pflicht, das kleinere Übel, die je größere Menschlichkeit zu wählen.
  3. Der Prozess ist dynamisch: sobald also die Möglichkeit zu noch mehr Menschlichkeit besteht, muss nachjustiert werden.

Ich bin sehr froh, dass ich bei diesem Vortrag dabei sein konnte und möchte Herrn Prof. Zulehner für seine klaren und sehr informativen Worte danken. Ich denke, dass dieser Ansatz des “ethischen Kompromisses” auch für innovative Wellness- und Gesundheitsanbieter sehr interessant sein kann. Zum Ziel eines Angebots sollte sich heute neben körperlicher, spiritueller Beweglichkeit mehr geistige, philosophische Beweglichkeit gesellen. Kreative Ideen sind gefragt!

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