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Das Spa-Refugium des Krallerhofs in Leogang – ein Kunstwerk

Posted in Allgemein on November 2nd, 2009 by Wolfgang Falkner – Be the first to comment

Was als visionärer und mutiger Kontrast zu Wellnessanlagen im rustikalen Alpen-Stil begonnen hat, setzt heute nach 8 Jahren noch Trends in Sachen Spa-Architektur – ein Beleg dafür, dass es sich lohnt, zeitlose Beständigkeit durch eigene Werte zu schaffen. Dem 4-Sterne-Superior-Hotel „Der Krallerhof“ ist das mit seinem Refugium eindrucksvoll gelungen. In einem Gespräch mit dem Inhaber und Betreiber Herrn Altenberger und der Spa Leiterin Frau Altenberger gingen wir der Spa-Philosophie auf den Grund.

Architektur und Kunst

Goldsuite

Gold-Suite

Das Vorwort der Krallerhof-Broschüre, die übrigens beim Werbe-Grand-Prix 2008 ausgezeichnete wurde, bringt es auf den Punkt: „Wir alle brauchen einen Ort, an dem wir zur Ruhe kommen und unsere Phantasie schweifen lassen können, wo der Alltag von uns abfällt. Wir brauchen einen Zufluchtsort, einen Bereich zum Zurückziehen – eben ein Refugium.“

Blaue Grotte

Blaue Grotte

Das Architekten-Team von Atelier 3 und dem bildenden Künstler Ty Waltinger hat diesen Ort auf insgesamt 1.720 m² geschaffen. Das Credo des Künstlers war es, der Dualität zwischen Genuss und Atmosphäre Raum zu geben. Dies gelang mit raffinierten, reduzierten Formen, edlen Materialien, unzähligen Details und aufwändigen Wandmalereien, aus Naturfarben – d.h. ohne chemische Zusatzstoffe: Altes Indischgelb, Safran, französischer Ocker, Purpur, Drachenblut, Ultramarin, Indigo, echtes Sepia und altes Rebschwarz. So gleicht kein Raum dem anderen. Skulpturen, handgefertigte Möbeleinzelstücke und historische Türen aus der ganzen Welt sowie edle Materialen wie Glas, Holz und Stein ziehen das Auge des Betrachters auf sich.

Neben dem allgegenwärtigen schwarzen Schiefer, der als Führung und Orientierung durch das Spa dient, überraschen vor allem die herumstehenden Gesteinsbrocken. Diese schaffen eine Verbindung zur Außenwelt des Gebirgsmassivs und erinnern an die Ursprünglichkeit. Herr Altenberger betont, dass stets versucht wurde, Harmonien durch Gegensätze der Materialien und Farben zu schaffen. So wird Stein mit Holz ausgeglichen, dunkles Blau mit Gelb. Durch einen kleinen Innenhof dringt das Licht in die Anlage, dort steht ein Baum, der den Lauf der Jahreszeiten und damit auch des Lebens bewusst macht.

Spa-Ausstattung und -Angebot

Der großzügige Wellnessbereich bietet ein Hallenbad mit Klangdom, einen sehr großzügigen Whirlpool, fünf Dampfbäder und Saunen sowie drei Ruheräume und einen Fitnessbereich. In insgesamt 15 Beauty-Kabinen wird ein sehr umfangreiches Programm an Massagen, Therapien, Beauty-, Body- und Mind- sowie Partnerbehandlungen angeboten.

Ein Schwerpunkt ist zweifelsohne Ayurveda. Damit hat sich das Haus einen ausgezeichneten Namen gemacht. Auch heuer hat die Familie wie jedes Jahr, vom 25. Oktober bis 1. November 2009, zur Ayurveda-Woche eingeladen, wo ein erfahrender Ayurveda-Arzt aus Bangalore/Indien individuell zu Ernährungs- und Gesundheitsfragen berät und behandelt. Auf dem Programm stehen tägliches Yoga, Meditation, Anamnese mit Beratung, Massagen, Dhara sowie Vorträge.

Auch die Marke Ligne St. Barth wird bei den Gästen sehr gut angenommen. Die Spa Leiterin Frau Altenberger betont vor allem die ausgezeichnete Qualität des Naturprodukts aus der Karabik. In den Ölen kommen sehr hochwertige Inhaltsstoffe zum Einsatz, wie beispielsweise Aloe Vera, Avocado, Vetyver, Kokosnuss oder Papaya.

Purpur-Raum

Purpur-Suite

Weitere Marken  sind Dr. Spiller, Biosel, !QMS, Fuhlendorf und Kurland von Haslauer.

Fazit

Das Krallerhof-Refugium ist ein Hotel-Spa in dem man sehr schnell merkt, dass hier die Spa-Philosophie von den Inhabern authentisch gelebt wird. Scheinbar Widersprüchliches wird verbunden – Dualitäten werden geschaffen. Architektur und Funktionalität mit Kunst und Sinnlichkeit, Alpine Behandlungen mit Zeremonien aus Indien oder der Karibik, Altes mit Neuem, Orient mit Okzident, Tradition mit Innovation, Beständigkeit mit Vergänglichkeit. Man darf gespannt sein, mit welchen Ideen die Familie Altenberger in Zukunft seine Spa-Gäste überrascht. Vielen Dank für das sehr interessante Gespräch und alles Gute!

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Standpunkt: “Menschlichkeit in der Krise”

Posted in Allgemein on Juni 1st, 2009 by Wolfgang Falkner – Be the first to comment

Wie eine neue (oder alte) Verantwortungskultur in der Wirtschaft aussehen könnte, dieser Frage ging der bekannte Theologe O. Univ.-Prof. DDr. Paul Michael Zulehner in seinem Vortrag im Rahmen von “Wirtschaft weiter denken” der Wirtschaftskammer Salzburg in der Fachhochschule Salzburg nach.

Äußerst interessant fand ich seine Theorie des “ethischen Kompromisses”. Wer unter Ihnen hat sich nicht schon des Öfteren der Entscheidung zwischen wirtschaftlicher Ökonomie und idealistischer sozialer Verantwortung stellen müssen. Hier steht der verantwortungsvolle Unternehmer zwischen Rentabilitäts-Druck (Gewinnstreben) und normativem Druck (Menschlichkeit). Beide Seiten sind laut Prof. Zulehner in der Extremform zum Scheitern verurteilt. Die einen scheitern menschlich, die anderen wirtschaftlich. Für eine gesunde Gesellschaft sind aber beider Seiten wichtig. Ohne Wirtschaft ist auch kein Wohlstand, wie wir ihn kennen, möglich.

Zulehner fordert nun zum “ethischen Kompromiss” auf. Dieser beinhaltet 3 Schritte:

  1. Die Erkenntnis, dass niemand, also auch ich selbst, eine “reine Weste” hat. Man muss sich im Leben immer entscheiden – auch auf die Gefahr hin, jemanden menschlich zu verletzen.
  2. Hier fordert Zulehner nun die normative Pflicht, das kleinere Übel, die je größere Menschlichkeit zu wählen.
  3. Der Prozess ist dynamisch: sobald also die Möglichkeit zu noch mehr Menschlichkeit besteht, muss nachjustiert werden.

Ich bin sehr froh, dass ich bei diesem Vortrag dabei sein konnte und möchte Herrn Prof. Zulehner für seine klaren und sehr informativen Worte danken. Ich denke, dass dieser Ansatz des “ethischen Kompromisses” auch für innovative Wellness- und Gesundheitsanbieter sehr interessant sein kann. Zum Ziel eines Angebots sollte sich heute neben körperlicher, spiritueller Beweglichkeit mehr geistige, philosophische Beweglichkeit gesellen. Kreative Ideen sind gefragt!

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